Die Benennung der Straßen ist wahrscheinlich einmalig. Sie beschreibt die Sitzordnung der königlichen Festtafel.
In der Mitte der Längsseite der Festtafel sitzt der König = Königstraße.
Rechts davon die Königin = Königinstraße.
Danach folgen die Prinzen = Prinzenstraße.
Links vom König sitzt der Kronprinz = Kronprinzenstraße.
Danach folgen die Prinzessinnen = Prinzessinnenstraße.
Die Wohnquartiere stellen die Tafel dar. Grüne Straße, Violen- (jetzt Münzstraße), Rosen-, Lilien- und Tulipanstraße. Das sind damalige Tischdekorationen. Der königlichen Familie gegenüber, an der Außenseite des Neuwerks sitzen die Barone, Herren, Grafen und Ritter. Durch die Träger des Elefantenordens entstand der Name Elefantenstraße.
Der Paradeplatz ist das Herzstück des 1690 neu geschaffenen Werkes "Neuwerk", d.h, dass die wichtigsten Gebäude, die zuvor um das Rathaus, 1960 um den Paradeplatz herum erbaut wurden: Dieses Gebiet wird als Neuwerk bezeichnet. Vor einigen Jahren wurde der Paradeplatz wieder so hergerichtet, wie er zu seiner Entstehung ausgesehen haben soll.
Mit seinen umliegenden Gebäuden bildet er eine einheitlich barocke Erscheinung. Die Straßen verlaufen sternförmig zu den ehemaligen Außenposten (Bastionen) sowie zum ehemals südlichen Stadttor.
Die gesamte Bebauung entstammt dem 17. Jahrhundert.
Der Paradeplatz wurde als Ort für Paraden und Übungen, Hinrichtungsstätte und Versammlungsort genutzt.
Eine Hinrichtung:
Ein Stein, der etwa 40 Meter vor der Apotheke in den Paradeplatz eingelassen ist, erinnert heute noch an die letzte Hinrichtung eines Hauptmanns 1725. Er war an der Ermordung des Reichsgrafen von Rantzau beteiligt. Leider ist keinerlei Hinweis auf die Bedeutung des Steins gegeben, so dass Nicht-Eingeweihte die historische Bedeutung des Gedenksteins nicht erkennen können. Die zivilen Verurteilten wurden auf dem Marktplatz an den Pranger gestellt. Die zum Tode Verurteilten dagegen an dem, vor der Stadt stehenden Galgen aufgehängt.
Uwe Jens Lornsen
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Uwe Jens Lornsen (* 13. November 1793 in Keitum auf Sylt, † 13. Februar 1838 in Pressy am Genfer See) war Jurist und Beamter der dänischen Regierung.
Durch die Veröffentlichung der Schrift Ueber das Verfassungswerk in Schleswigholstein 1830 gilt er als Freiheitskämpfer für ein vereintes und von Dänemark unabhängiges Schleswig-Holstein. Bis 1832 war er in Rendsburg inhaftiert. 1833 wanderte er nach Brasilien aus. 1837 kehrte er nach Europa zurück.
1878 wurde ihm zu Ehren in Rendsburg ein Denkmal errichtet.
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